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Inhaltsverzeichnis
Datenschutz
Sechs goldene Regeln
- Rechtmäßigkeit
Gesetz, Einwilligung, Vertrag, Dienst- oder Betriebsvereinbarung - Zweckbindung
Verwendung nur für Erhebungszweck - Datenminimierung und Speicherbegrenzung
Verarbeitung nur soweit für Erhebungszweck erforderlich - Transparenz und Betroffenenrechte
Unterrichtung über Verwendung, Auskunfts-/Berichtigungs-/Löschrechte - Datensicherheit und Richtigkeit
Technische und organisatorische Maßnahmen, Integrität und Vertraulichkeit - Kontrolle
Interner / externer Datenschutzbeauftragter; Audit
Zentrale Befugnisnorm (Art. 6 DSGVO)
Datenverarbeitung ist nur (!) rechtmäßig, wenn:
- Einwilligung
- Vertragserfüllung
- Erfüllung rechtlicher Verpflichtung
- Lebenswichtige Interessen
- Ausübung öffentliche Gewalt
- Wahrung berechtigter Interessen (sofern Interessen des Betroffenen nicht überwiegen)
Eckpunkte Einwilligung
- Die Einwilligung muss informiert und freiwillig erfolgen.
- Die Einwilligung muss nicht mehr schriftlich sein.
- Die Einwilligung ist mit Wirkung für die Zukunft widerruflich.
Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten Verantwortlicher gem. Art. 30 Abs. 1 DSGVO
- Muster-Vorlage der DSK
- Kurzpapier der DSK zum Thema
- Hinweise der DSK
Technisch-organisatorische Maßnahmen Art. 30 Abs. 1 S. 2 lit. g DSGVO
Maßnahmen sind im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten Verantwortlicher zu dokumentieren.
- Hinweise dazu in „Hinweise zum Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, Art. 30 DS-GVO“ der DSK, Ziffer 6.7
- Standard-Datenschutzmodell
- Leitlinien und Orientierungshilfen der Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder und der Artikel-29-Arbeitsgruppe
- bestehende nationale und internationale Standards (BSI-Grundschutz, ISO-Standards…)
Ist bei der Verarbeitung ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten der Betroffenen zu erwarten, hat die Bestimmung der Maßnahmen bereits im Rahmen einer Datenschutz-Folgenabschätzung gemäß Art. 35 DS-GVO zu erfolgen.
Anonymität
Datenschutzbeauftragter
- Darf keinen Interessenkonflikt haben, sonst Bußgeld.1)
Übermittlung pbD an Drittländer
Ohne weitere über die Rechtsgrundlage für die Übermittlung von pbD hinausgehende Rechtsgrundlage ist die Übermittlung in Länder der EU und Länder des EWR gem. Art. 1 Abs. 3 DSGVO zulässig.
Eine Übermittlung von pbD in Drittländer erfordert neben der Rechtmäßigkeit der Verarbeitung (nach Art. 6 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 2 DSGVO) eine zusätzliche Legitimation (Art. 44 ff. DSGVO):
- Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission (Art. 45 DSGVO)
- geeignete Garantien und den betroffenen Personen zustehende durchsetzbare Rechte und wirksame Rechtsbehelfe (Art. 46 DSGVO)
- Verbindliche interne Datenschutzvorschriften (Binding Corporate Rules (BCR)) (Art. 47 DSGVO)
- Standarddatenschutzklauseln
- genehmigte Verhaltensregeln (Art. 40 DSGVO)
- genehmigter Zertifizierungsmechanismus (Art. 42 DSGVO)
- genehmigte Vertragsklauseln
- Ausnahmen in bestimmten Fällen (Art. 49 DSGVO)
- ausdrückliche Einwilligung der betroffenen Person, nach Info über mögliche Risiken (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO)
- Erfüllung eines Vertrages mit der betroffenen Person bzw. vorvertragliche Maßnahmen auf Antrag der etroffenen Person (Art. 49 Abs. 1 lit. b DSGVO)
- Abschluss oder Erfüllung eines Vertrages im Interesse der betroffenen Person (Art. 49 Abs. 1 lit. c DSGVO)
- wichtige Gründe des öffentlichen Interesses, die im Unionsrecht oder dem Recht des Mitgliedstaates anerkannt sind (Art. 49 Abs. 1 lit. d i.V.m. Art. 49 Abs. 4 DSGVO)
- die Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen (Art. 49 Abs. 1 lit.e DSGVO)
- der SChutz lebenswichtiger Interessen, sofern die betroffene Person außerstande ist ihre Einwilligung zu geben (Art. 49 Abs. 1 lit. f DSGVO)
- die Übermittlung aus einem Register, das zur Information der Öffentlichkeit bestimmt ist (Art. 49 Abs. 1 lit. g DSGVO)
- Einmalige Übermittlung gem. Art. 49 Abs. 1 S. 2 DSGVO
