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Inhaltsverzeichnis
Digital gestützter Medikationsprozess (dgMP)
Rechtliche Grundlage im DigiG, dort als „Anwendungsfall“ eingeführt.
Umsetzung in der ePA für alle durch den Medication Service.
Wesentliche Elemente:
- elektronische Medikationsliste (eML)
- arzneimitteltherapiescherheitsrelevante Zusatzinformationen (AMTS-rZI)
Elektronische Medikationsliste (eML)
Basis sind
- Arzneimittelverordnungsdaten
- Dispensierinformationen
aus dem E-Rezept-Fachdienst. Falls kein Widerspruch des Versicherten vorliegt, werden die Daten automatisiert in den Medikation Service bzw. die eML übertragen.
Medikationsplanungen sind in der eML ebenfalls sichtbar.
Leistungserbringer werden die Möglichkeit haben verschreibungsfreie Medikamente in der eML zu erfassen.
Zukünftig werden folgende Anwendungsfälle über das ePA-FdV (ePA-App der Krankenkasse) unterstützt:
- Eintragung einer Selbstmedikation des Versicherten
- Kennzeichnung der Nicht-Einnahme eines verordneten Medikaments
- Ergänzung von Vermerken zu einer Medikation
Die Einträge sind zwölf Monate sichtbar, für Ärzte 90 Tage nach Stecken der eGK, für Apotheker drei Tage.
Ein eML-Eintrag enthält:
- Verordnungs- und Dispensierdatum,
- Wirkstoffname,
- Wirkstärke,
- Arzneimittelbezeichnung,
- Form (also Tablette, Saft oder Zäpfchen),
- die Dosierangabe/Gebrauchsanweisung (z.B. »1-0-0-0«),
- die Pharmazentralnummer (PZN),
- die Verordnenden sowie
- die abgebende Apotheke.
Mögliche PVS-abhängige Funktionen:
- „Was wurde genau dispensiert?“ versus „Was wurde verordnet?“.
- Kontaktmöglichkeit per KIM.
- Daten aus dem eML in ein eRezept übernehmen und dieses dann zu erstellen.
Wie lange dauert es bis Verordnungs- und Dispensierinfos in eML sichtbar werden?
- Verordnungsdaten werden unmittelbar durch den E-Rezept-FD übermittelt.
- Erst wenn der Task an der Workflow Engine des E-Rezept-FD durch die Apotheke bei Übergabe der Dispensierinformation abgeschlossen ist, erfolgt auch die Übermittlung einer Dispensierinformation in die ePA.
- Generell werden diese Daten jedoch asynchron an das Aktensystem versendet, sodass es einen Zeitversatz geben kann. Liegen diese Infos jeweils im Aktensystem vor, werden sie sofort in der eML angezeigt.
- SLA für's Weiterleiten liegen jeweils bei ca. 10 Minuten. Die Erwartung ist aber, dass es deutlich schneller geht. Aktuell sollen ca. 40 Operationen pro Sekunde geschafft werden können, die die asynchrone Warteschlange abarbeitet.
Grundsätzlich sollte die Verordnung also sehr schnell in der eML sichtbar sein.
Elektronischer Medikationsplan (eMP)
Snapshot-Dokument auf Basis der eML inkl. Überprüfungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten zur Erreichung der Vollständigkeit
Arzneimitteltherapierelevante Zusatzinformationen (AMTS-rZI)
Erfassung zusätzlich relevanter Infos.
Medication Service
Basiert auf Fast Healthcare Interoperability Resources (FHIR), Standard Release R4 (v4.0.1)
