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eHealth-CardLink (eH-CL)

Status

Card Link ist von vornherein als Brückentechnologie angelegt. Die Gesundheits-ID soll das Verfahren nach und nach ablösen. PoPP soll den bisherigen VSDM++‑Prozess zur Prüfung der Versichertenstammdaten stufenweise ersetzen, auf dem auch die Card-Link‑Lösung basiert. Eine Parallelbetrieb ist offiziell vorgesehen, die Card-Link-Lizenz läuft bis 31. Januar 2027.

Chronologie

Kritik

Fachlicher Kontext

Natürlich ließe sich zum mobilen Einlösen auch die E-Rezept-App der gematik mittels eGK oder GesundheitsID oder in naher Zukunft die ePA-Apps der Krankenkassen nutzen, die ebenfalls eine E-Rezept anbieten. Diese sind allerdings derzeit noch wenig verbreitet, so dass die Versicherten überwiegend mit der eGK in die Apotheke vor Ort gehen, um ihre E-Rezepte einzulösen. Über den eH-CL soll ein vergleichbares niederschwelliges Verfahren für Versandapotheken bereitgestellt und diese damit „gleichberechtigt“ werden. Kein Wunder, nachdem sie bereits mit Verklagung des Bundes gedroht hatten.7)

Kernfunktionalität

Der eH-CL vermittelt zwischen eGK des Versicherten und dem Konnektor einer Leistungserbringerinstitution, über den dann ein VSDM-Prüfnachweis (VSDM++) als Anwesenheitsbeleg des Versicherten erstellt wird. Ein solcher Prüfnachweis wird auch aktuell bei der Einlösung des E-Rezeptes in der Apotheke vor Ort mittels eGK angefordert. Dabei natürlich über den Konnektor in der Apotheke vor Ort.

Obwohl die gematik bereits an den Spezifikationen zur Weiterentwicklung der VSDM++-Lösung für den Anwesenheitsbeleg hin zu einem eigenen skalierbaren und vom VSDM unabhängigen Dienst („PoPP") arbeitet, soll eH-CL angeboten werden. Gemäß aktuellen Planungen soll VSDM++ mindestens bis 2026 gesichert sein, ehe eine Ablösung durch PoPP erfolgen soll.
Für die Pflegeheimversorgung mit E-Rezepten scheint die Lösung nicht geeignet, da nur 10 eGKs auf einmal mit einem Benutzerkontos verknüpft werden können.

Spezifikationen

https://gemspec.gematik.de/downloads/gemSpec/gemSpec_eHealth-CardLink/gemSpec_eHealth-CardLink_V1.0.0.pdf

Systemüberblick

Abb. 1: Systemüberblick eH-CL

Ablauf Einlösung E-Rezept

Systemkontext

Zerlegung des Produkttyps

Abb. 2: Produktzerlegung eH-CL

Sicherheitsthemen

Umsetzungen

Abb. 3: Benutzerzahlen Apotheken-Apps

Insgesamt machen die stationären Apotheken immer noch knapp 98 Prozent des RX-Umsatzes aus. Allerdings hat sich der Marktanteil der Online-Apotheken durch das E-Rezept in wenigen Monaten auf zwei Prozent verdoppelt.10)

Verlängerungen der Zulassungen von RedCare und DocMorris bis Ende 2027!11)

Auch das Card-Link-Verfahren von Gedisa bleibt über das Jahr 2026 hinaus einsatzfähig.12)

Umsetzungen durch Plattformen gegen Bezahlungen könnten gesetzeswidrig sein: https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/e-rezept/e-rezepte-ueber-plattformen-bmg-zieht-den-stecker/
5) , 6)
Die auf der eGK aufgedruckte CAN muss natürlich eingegeben werden.
8)
Secure Interoperable Chip Card Terminal
9)
Übrigens dürfen SMS nur an Mobilnummern von deutschen Anbietern versendet werden…
17)
Pharmazeutische Zeitung, 25.01.2024, S. 7-8.